Pro Juventute: Einrichtung Haus ErLE

Pro Juventute: Einrichtung Haus ErLE

Im Rahmen von „Orange hilft“ unterstützen wir dieses Jahr die Gründung einer neuen sozialpädagogischen Pro Juventute Wohneinrichtung in Oberösterreich. Pro Juventute bietet Kindern und Jugendlichen, die nach einer Entscheidung des Jugendamts von ihren Eltern getrennt leben müssen, in sozialpädagogischen Einrichtungen einen geschützten Lebensraum. Eine dieser Kinder- und Jugendwohngemeinschaften ist das „Haus ErLe“ in Sandl, im Bezirk Freistadt.

In das neu erbaute „Haus ErLe“ – was für „Erleben und Lernen“ steht – ziehen diesen Herbst sechs Kinder zwischen 6-14 Jahren ein. Alle sechs Kinder sind aus dem Bezirk und werden von Pädagogen und Psychologen betreut. Dabei hat jedes Kind seine persönliche sozialpädagogisch geschulte Bezugsperson. Oft sind Verwahrlosung und schwierige Familienverhältnisse ausschlaggebend, wenn das Jugendamt die Kinder von den Eltern trennt. Es geht um die Aufarbeitung des Erlebten genauso wie um eine hilfreiche Begleitung im Alltag. Die Kinder haben im „Haus ErLe“ ihre eigenen Zimmer, die sie persönlich gestalten können. Zusätzlich gibt es Gemeinschaftsräume zum Spielen und Essen und ein knapp 1.500m² großes Gartenareal - genügend Freiraum, um sich austoben zu können. Wichtig für die Kinder ist vor allem aber die kontinuierliche Aufmerksamkeit, Wertschätzung und die Unterstützung, die sie durch ihre Betreuer in der Pro Juventute WG erhalten.

Das „Haus ErLe“ in Sandl ist erst diesen Sommer gebaut worden und wird seit September nach und nach bezogen. Es ist das 28. Pro Juventute Wohnhaus in Österreich. Den jugendlichen Bewohnern soll die Eingewöhnungsphase in ihr „neues Zuhause“ so angenehm wie möglich gemacht werden. Sie besuchen die Schulen in der Region und nutzen die Therapieangebote in der Nähe. Im Frühjahr ist ein „Willkommensfest“ geplant, um die Bewohner von Sandl in das Haus „ErLe“ einzuladen. Sich erholen, Strukturen annehmen und Schritt für Schritt mehr Selbstsicherheit und Lebensfreude gewinnen – auf diesem Weg wird Pro Juventute nun die sechs Kinder im „Haus ErLe“ begleiten.

„Orange hilft“ hat im Sommer die damals noch in Bau befindliche Wohngemeinschaft besucht und eine erste Teilauszahlung von 15.000 Euro gemacht.