Juli Projekt: Mobile Kurzzeitbetreuung

Juli Projekt: Mobile Kurzzeitbetreuung

Kinder zaubern ihren Eltern oft ein Lächeln ins Gesicht. Sie brauchen dafür im Gegenzug viel Zeit und Aufmerksamkeit. Bei Kindern mit Behinderung ist dies nicht anders. Manche Eltern können keiner regelmäßigen Arbeit nachgehen, weil ihre Kinder eine intensive, zeit- und kostenaufwendige Betreuung benötigen. Wenn Eltern selbst einen Krankenhausaufenthalt haben, ist die Situation noch schwieriger. Die Caritas hilft in solchen Fällen mit einer mobilen Kurzzeitbetreuung für junge Menschen mit Behinderung. "Die Kurzzeitbetreuung bedeutet schnelle, flexible und mobile Hilfe vor Ort, wenn Angehörige zur Betreuung ausfallen oder sich eine andere Notsituation ergibt", erklärt Veronika Knausz, Leiterin der Familienhilfe Innsbruck. „Orange hilft“ findet diese Idee toll und unterstützt sie daher.

Familienhilfe der Caritas in Tirol
Im Jänner 2009 startete die Caritas das Pilotprojekt der Familienhilfe „Mobile Kurzzeitbetreuung für junge Menschen mit Behinderung“. Der Vorteil dabei ist, dass die Kinder zu Hause bleiben können, da die Pflege und Betreuung in ihrer gewohnten Umgebung geschieht – das ist bei Kindern und Jugendlichen besonders wichtig. Die Betreuungs- und Pflegeperson wird unterstützt und entlastet – eine kurze Auszeit ermöglicht, sich zu erholen und neue Kräfte zu sammeln. Die Kurzzeitbetreuung kann auch bei Krankenhausaufenthalten, Kur, Schulungsmaßnahmen angefordert werden. Die Caritas bietet tägliche rund-um-die-Uhr Betreuung durch Fachpersonal von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr inklusive Wochenende und Feiertage an.

Beispiel aus der Betreuungsarbeit der Familienhilfe
Klaus, ein 15-Jähriger Junge mit Downsyndrom und weiteren Beeinträchtigungen wird von den Caritas MitarbeiterInnen während der Sommermonate ganztags betreut. Seine Schule hat geschlossen und es gibt keine Ferienbetreuung für ihn. Seine Eltern haben beide eine schwere Beeinträchtigung und können sich unmöglich den ganzen Tag um ihren Sohn kümmern. Die MitarbeiterInnen der Caritas unterstützen Klaus während dieser Zeit, seinen Alltag gut zu verbringen, helfen ihm beim Waschen und Anziehen, kochen mit der ganzen Familie. Klaus kann seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Fußballspielen, nachgehen. Gleichzeitig werden seine motorischen Fähigkeiten und seine Eigenständigkeit durch freizeitpädagogische Programme gefördert. Er genießt diese unbeschwerte Zeit in der er „einfach Kind“ sein kann.

Da die hohen Kosten in der Behindertenbetreuung nicht zu 100 % von öffentlichen Stellen getragen werden sind in solchen Notfällen dringend Spenden notwendig, um dieser Familie oder vergleichbaren Fällen zu helfen.

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