April Projekt: Integratives Reitzentrum St. Isidor

April Projekt: Integratives Reitzentrum St. Isidor

(c) Caritas / Integratives ReitzentrumEine Beziehung zwischen Mensch und Tier ist etwas ganz besonderes. Die Initiative „Orange hilft“ weiß das und unterstützt deshalb im April das Caritas-Projekt „Integratives Reitzentrum“ in St. Isidor. Jedes Monat stellen wir ein Caritas-Projekt vor, das 2011 mit Geldern aus "Orange hilft" unterstützt wird. Beim Reiten baut sich durch den direkten Kontakt zum Tier eine schnelle Vertrauensebene zwischen Mensch und Pferd auf. Das integrative Reitzentrum hilft speziell Kindern mit Beeinträchtigung dabei, diese Nähe und Kraft des Pferdes für das eigene Selbstbewusstsein zu nutzen. Die Kinder erleben bei der Tiertherapie ein neues Lebensgefühl am Rücken der Pferde.

Neue Lebens- und Glücksgefühle

Für einen Moment in eine andere Rolle schlüpfen – etwa einen Augenblick lang, keinen Rollstuhl zu benötigen. Das wünschen sich viele Kinder mit Gehbehinderung. Am Rücken der Pferde können Kinder mit körperlicher Beeinträchtigung genau das empfinden: Das Pferd trägt sie und leiht dem Kind seine Beine. Diese Wahrnehmung von Größe und Beweglichkeit ist eine besonders schöne neue emotionale Erfahrung für Kinder. Gerade wenn sie in ihrem Rollstuhl immer die Kleinsten sind. Die Stärkung des Selbstbewusstseins, des Vertrauens und der Akzeptanz wird genauso wie die Persönlichkeitsentwicklung gefördert.

Reiten nicht wegen sondern trotz Beeinträchtigung 

Kinder haben meist von vornherein eine positive Einstellung gegenüber einer Reittherapie: Im Vordergrund steht das Reiten. Der Therapeut begleitet lediglich die Beziehung zwischen Kind und Pferd. Das positive Gefühl angesichts der sportlichen Bewegung und der Nähe zum Tier nimmt Hemmungen gegenüber der Therapiearbeit. Zusätzlich nehmen die Pferde die Kinder so an, wie sie sind. Durch das Reiten entstehen körperlicher Kontakt und nonverbale Kommunikation, die bei anderen Therapien zumeist mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Das Pferd als Therapeut  

In St. Isidor erhalten mehr als 160 Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung Reittherapien, die neben der Förderung der motorischen Entwicklung, auch die Lebensqualität steigern. Hippotherapie, Heilpädagogisches Voltigieren und eine psychologische-Pferd-Pädagogik werden je mach Bedarf im Einzel- oder Gruppenunterricht angeboten. Mit dem Esel Fridolin wird ebenfalls tiergestützte Therapie angeboten. Therapeutisches Reiten, Integrative Reittage/Integrative Voltigier-Einheiten, Kinder-Geburtstagsfeiern und Jolly Jumper, eine pädagogische Betreuung am Pferd für die Kleinsten, erhöhen zusätzlich den Spaßfaktor. Das Reitzentrum in St. Isidor schafft somit einen ganzheitlichen Ansatz, um Körper und Seele zu vereinen.



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